Vorderseite:Roßbach-Kreuz 2. Klasse
Rückseite: Roßbach-Kreuz 2. Klasse

- Material: Kupferlegierung, Emaille, teils vergoldet, versilbert
- Größe: 42,5 mm
- Gewicht:
Das hier vorgestellte Roßbach-Kreuz 2. Klasse wurde erst 1923 gestiftet oder ergänzt. Das Kreuz 2. Klasse ist keine gesonderte Klasse sondern war eine andere Kategorie für Förderer und Heimatkrieger sowie verdienstvolle Tätigkeiten in der Schilljugend und Bund Ekkehard. Oberleutnant d. R. Roßbach verlieh die Kreuze bis zum 6. November 1933 als die Fahnen der Freikorps an die SA übergeben wurden. Für die Fertigung der Kreuze waren anfangs die Firmen Godet und Sedlaczek verantwortlich. Die Firma Stempel-Reich aus Breslau kam erst später dazu. Nach Vorgabe von Roßbach sollten die Kreuze 2. Klasse kleiner sein als die der 1. Klasse. Dies wurde wohl nur in der Anfangszeit der Verleihung eingehalten. Die kleinen Kreuze waren 42,5 mm groß. Die anderen Kreuze variieren zwischen 50,4 mm und 51,7 mm und sind ungefähr in der Größe der 1. Klasse. Weitere Unterschiede gibt es bei der Öse (quer angelötet oder parallel) und dem Bandring und dem Durchmesser der Mittelmedaillons 10,5 mm bis 12 mm. Das Freikorps Roßbach wurde auf Befehl des Gouvernements der Festung Graudenz/Westpreußen im November 1918 von Gerhard Roßbach aufgestellt. Die Freiwilligen-Maschinengewehr-Kompanie Roßbach wurde bald darauf in Sturmabteilung Roßbach umbenannt und war im Grenzschutz Ost südlich von Straßbueg(Westpreußen) eingesetzt. Die Losung des Freikorps war: “ Uns kann der Deiwel“. Anfang 1919 wurde die Sturmabteilung als Jägerbataillon 37 in die provosorische Reichswehr übernommen. Im Oktober 1919 maschierte das auf ca. 1000 Mann angewachsene Freikorps entgegen dem Befehl der Obersten Heeresleitung (OHL) über Littauen nach Lettland. Dort unterstützten sie die Freiwilligen Russischen Westarmee und die Eisernen Division an der Dünafront und deckte Ende 1919 den Rückzug der Baltikumtruppen. 1920 wurde das Freikorps offiziell aufgelöst und wegen Meuterei aus der Reichswehr ausgeschlossen. Es existierte im Untergrund weiter. Während des Kapp-Putsches mobilisierte Roßbach seine Truppen und sammelte sie in Görries bei Schwerin. Ausgerüstet von der Reichswehr unterstand das Freikorps der Reichswehr-Brigade 9 unter Generalmajor von Lettow-Vorbeck. Einsatzorte waren zunächst Mecklenburg und ab April 1920 das Ruhrgebiet. Im Mai 1920 wurde das Freikorps erneut aufgelöst. Die ehemaligen Freikorpsangehörigen organisierten sich in der „Arbeitsgemeinschaft Roßbach“. 1921 im 3. polnischen Aufstand, als Freiwilligen-Abteilung-Schlesien, nahmen Teile des Freikorps an Kämpfen in Oberschlesien teil. Kreuze die komplett vergoldet sind sind Nachfertigungen. Originale Kreuze haben nur vergoldete Hirschtrophäen. Kreuzarme sowie Mittelschild sind versilbert. In der Reichswhe galt ein Trageverbot. An der Uniform der SA durfte es aber getragen werden. die Für die 2. Klasse werden ca. 500 Verleihungen angegeben. Quelle: Ingo Haarcke, Freikorpsauszeichnungen einschließlich der Auszeichnungen der Freiwilligentruppen von 1918 bis 1921 und ihrer Nachfolgeorganisationen, 2019.
Achtspitziges Kreuz aus versilberter Kupferlegierung. Die Kreuzarme der Vorderseite sind silbern bordiert und weiß emailliert. In der Mitte ein mitgeprägtes rundes Mittelschild. Zwischen den Kreuzarmen jeweils eine vergoldete Hirschtrophäe mit Geweih (Kennzeichen der Jägerbataillone). Die Rückseite glatt und versilbert. Zwischen den Spitzen des oberen Kreuzarmes eine angelötete Öse mit Bandring.
Vorderseite:
Rückseite:
Band:
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Vorderseite:Roßbach-Kreuz 2. Klasse
Rückseite: Roßbach-Kreuz 2. Klasse
