Silberne Verdienstmedaille des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens Herzog Carl Eduard
Die hier gezeigte Silberne Verdienstmedaille des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens mit dem Bildnis von Carl Eduard als Herzog wurde ab 1905 verliehen. Nach dem Regierungsantritt 1905 durch Herzog Carl-Eduard kamen Vorderseiten mit seinem Porträt zur Verleihung. Der Stempel stammt von Max von Kawaczynski, Bildhauer in Berlin und Hofmedailleur des Herzogtums. Geprägt wurden die Medaillen bei Ch.Lauer in Nürnberg. Die Verdienstmedaillen wurden ab 1914 deutlich leichter von ca. 17,7 g bis ca. 14,5 g. Es sind einige Prägevarianten bekannt, mit und ohne Stempelschneider. Herzog Carl Eduard verlieh die Medaillen auch nach 1918 bis 1935 weiter. Für militärische Verdienste wurden ab 1870 Schwerterspangen mit Jahreszahlen und später 1905 Schwerter auf dem Band verliehen. Im 1. Weltkrieg kamen Schwerterspangen mit Jahreszahlen und Spangen nur mit Jahreszahlen zur Ausgabe, die für Kriegsverdienste im Heimatland verliehen wurden. Gegen Kriegsende und danach wurden Medaillen in Bronze versilbert und Zink versilbert hergestellt. Diese haben eine gewöhnliche Öse mit Bandring. Gestiftet wurde die Verdienstmedaille des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens am 25. März 1833 gemeinsam durch die 3 Herzöge Friedrich von Sachsen-Altenburg, Bernhard Erich Freund von Sachsen-Meinigen und für Sachsen-Coburg und Gotha durch Herzog Ernst I. Bis 1864 wurde die Medaille einklassig als Silberne Verdienstmedaille verliehen. Danach erfolgte die Aufteilung in Goldene (Silber vergoldete) und Silberne Verdienstmedaille. Die Medaillen tragen auf der Vorderseite jeweils das Porträt des regierenden Herzogs. Die Rückseiten der Medaillen tragen einheitlich die Abbildung des Verdienstkreuzes (Rückseite) des Sachsen-Ernestinischen Hausordens und am Rand die Umschrift – Fideliter – et – Constanter – (treu und beständig). Die ersten Medaillen für Sachsen-Coburg und Gotha zeigen den Stifter Herzog Ernst. Zwischen 1895 und 1905 war Herzog Alfred avers zu sehen. Insgesamt werden für die Goldene und Silberne Verdienstmedaille zusammen knapp 11.000 Verleihungen angegeben. Verliehen wurden weiterhin Goldene (Silber vergoldete) und Silberne Verdienstmedaillen. Quelle: J. Nimmergut, Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945, Bd. III, 1999.
Silberne Medaille ohne erhöhten Rand. Oben eine mitgeprägte breite Bügelöse durch die das Band gezogen wurde.
Vorderseite:
- Das nach rechts gewendete jugendliche Brustbild Carl Eduards in Gardeuniform und Mantel.
- Am Rand, am Mantel beginnend und endend, die runde Umschrift:
- – CARL – ° – EDUARD – ° – HERZOG – ° – V – ° – SACHSEN – ° – COBURG – ° – U – ° – GOTHA –
- Links vom Halsabschnitt die verschnörkelte Signatur – MvK -.
Rückseite:
- Mittig die verkleinerte Darstellung des achtspitzigen Verdienstkreuzes,
- Das Mittelschild umgeben von einem Eichenlaubkranz, in der Mitte das sächsische Wappen.
- Am Rand die Umschrift: – FIDELITER – ET – CONSTANTER – unten eine kleine Rosette.
Band:
- violett 26 mm breit, Ränder 1 mm, Seitenstreifen grün 4 mm mit schwarzer Trennlinie.
Bilder von www.Wöschler-Orden.de
Vorderseite:Silberne Verdienstmedaille des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens Herzog Carl Eduard
Rückseite: Silberne Verdienstmedaille des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens Herzog Carl EduardGestiftet:
25. März 1833 gemeinsam durch die Herzöge Friedrich zu Sachsen-Altenburg, Ernst I. zu Sachsen-Coburg-Gotha, Bernhard Erich Freund zu Sachsen-Meiningen
Daten:
- Material: Silber
- Größe: 30 mm
- Gewicht: ca. 14,5 g
geschätzter Sammlerpreis:
150 – 170 €